Musikstunde mit Herrn Schwörer

 

Wir durften eine fantastische Doppelstunde mit Herrn Schwörer aus Broggingen verbringen, der uns allen zu Beginn im Andachtsraum seine selbstgebauten historischen Musikinstrumente vorstellte.

Er erzählte uns einiges über den Ursprung der Instrumente (1. Dulcimer, 2. Nyckel-Harpa und 3. Drehleier), erklärte den Aufbau und spielte uns darauf vor, damit wir eine Vorstellung vom Klang bekommen. Da die Drehleier später besonders von Straßenmusikanten benutzt wurde, um für ihren Lebensunterhalt das nötige Geld zu verdienen, stellte er uns zuletzt noch die dazu tanzenden Puppen vor, die den Blick der vorbeigehenden Menschen einfangen sollten. Dieser Blick in die Vergangenheit war für uns erheiternd aber auch sehr bereichernd.

Doch dann war Herr Schwörer ganz für die Grundschüler da. Für diese besondere Musikstunde wechselten wir in das Nebenzimmer, wo schon alles Material bereit lag.

Aber zuerst wollten auch wir Herrn Schwörer eine Freude machen, indem wir ihm unser gut geübtes Flötenstück vortrugen. Es hat ihm sehr gefallen.

Danach saßen wir im Kreis und er zeigte uns den Aufbau eines Instrumentes noch genauer anhand einiger Teile, die er gerade bearbeitete. Jeder durfte einmal die kleinen Hobel fühlen und begutachten, mit denen er das Holz bearbeitet.

Als er solch einen kleinen Hobel dann ansetzte und am Holz etwas hobelte, da fielen gleich die geringelten Späne auf den Boden. Auch diese „Holzlocken“ wurden staunend befühlt. Das Sprichwort: „Wo gehobelt wird fallen Späne“ viel Frau Rommel gleich dazu ein.

Spannend wurde es, als er uns das Instrument vorstellte, das wir nun selbst bauen durften. Er hatte ein fertiges Exemplar dabei und spielte uns darauf vor. Es begeisterte uns alle! Ich nenne sie mal „Bambus-Tröte“, da sie einen vibrierenden Ton hat und richtig toll und sogar recht laut klingt, wenn man sie zusammen mit Stimmlaut in der Kehle anbläst.

Nun zum Bau dieser „Tröte“: Zuerst wurden aus dem langes Bambus-Stab kurze Stücke geschnitten, lauter durchgängige Röhren. Es spielte keine wesentlich Rolle, ob eine länger oder kürzer war. Wichtig war eher genügend Hohlraum, dass die Wände also nicht so dick waren.

Diese Bambusstücke bekamen von uns am oberen Teil rings herum eine Furche eingeschliffen, tief genug, dass der Gummi später darin einen festen Halt findet. Jeder hatte fleißig damit zu tun! Es war gar nicht so einfach.

Damit die spezielle Folie schön glatt aufliegen kann, wurde die obere Öffnung mit Schleifpapier geschliffen; damit auch das Ende sich schön anfühlt, wurde auch dieses beschliffen.

Nun bohrte Herr Schwörer uns in 4 cm Abstand von der oberen Öffnung (die mit der Kerbe rings herum) mit seinem Bohrer ein Loch (4 mm) in die „Tröte“.

Die Folie (innere, durchsichtige Folie, die am „Käsepapier“ anhaftet und leicht abgezogen werden kann für diesen Zweck) wurde in lauter kleine Quadrate geschnitten (rund ist schöner aber nicht so einfach) und jeder bekam ein Stückchen davon.

Die Folie wurde um den „Kopf“ der Tröte gelegt und mit dem Gummi festgeschnallt; noch ein wenig glatt gezogen und jeder konnte nun seine ersten Töne probieren. Ja, ich sage probieren, denn zu aller Überraschung war es gar nicht so einfach wie gedacht. Wie die Blockflöte war diese Bambus-Tröte nämlich nicht anzublasen.

Nun wurde geübt und erklärt und so lange gemacht, bis es alle konnten und es klang richtig gut! Wir spielten gleich das Lied: „Komm zu dem Heiland“ darauf und sogar 2-stimmig, was sich super anhörte.

Im anschließenden Flötenunterricht mit der 1. und 2. Klasse spielten wir auf dieser Bambus-Tröte unsere Lieder jeweils 2-stimmig und es machte allen viel Spaß. Da die Kehle den Ton richtig anstimmen muss, war es eine gute Übung für das Gehör und für den Kehlkopf.

Von 2 besonders begeisterten und schnellen Schülern wurde noch eine 2. Tröte angefertigt, die nun in der Schule verbleiben als Erinnerung und für den Musikunterricht.

Herr Schwörer wurde mit einem herzlichen Dankeschön von uns allen und einem schönen Kugelschreiber der Elisa-Schule und Infomaterial über die Bibel, die Schöpfung und Gesundheit verabschiedet.

Ich bin unserem VATER im Himmel so dankbar, dass ER alles so wunderbar gefügt hat. Ohne seine besondere Führung wäre es nicht dazu gekommen. Durch meinen Einkauf im Bio-Laden in der Markthalle Herbolzheim kam ich in Kontakt mit einer netten Dame, die letztes Jahr dort manchmal aushilfsweise arbeitete. Als ich für die Schule ein Buch über Musikinstrumente brauchte und es in der Stadtbücherei suchte, half mir genau diese Dame, es zu finden, denn sie arbeitet auch manchmal dort.

Sie machte mich auf Herrn Schwörer in Broggingen aufmerksam, suchte seine Telefonnummer für mich aus dem Telefonbuch und ermutigte mich, ihn aufzusuchen. Ja, unser GOTT hat immer Wege uns zu führen und uns eine Freude zu bereiten. IHM danken wir darum von ganzem Herzen!

Eure Musik- und Flötenlehrerin Marie-Luise Schulz, Juni 2012



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